Wednesday, January 19, 2005

Befragung Bizeps

1. Seit wann besteht die Homepage ihrer Organisation?

Seit 1994
Siehe Bizeps-Homepage


2. Aus welchen Motivationen heraus wurde diese entwickelt?

Unsere Zeitung sollte auch für blinde und sehbehinderte auch gleichberechtig benützbar sein. Wir produzierten deswegen eine Diskettenversion. Aus dieser entstand unsere Onlineausgabe


3. Welchen Stellenwert hat die Homepage für ihre Non-Profit-Organisation im Gegensatz zur übrigen Medienarbeit?

Die Auflage unserer Zeitung beträgt 1.700 Stück.
Zur Onlineversion:
Die Internetangebote von BIZEPS-INFO wurden im Jahr 2004 von durchschnittlich 27.950 Personen pro Monat gelesen. Gesamt haben die Leserinnen und Leser 1,7 Millionen Seiten abgerufen.


4. Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

Mehrmals täglich.


5. Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen auf die Homepage gestellt?

Es gibt Redakteure, die werten, ob eine Meldung interessant ist oder nicht. Grundsätzliche Richtung ist Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen.


6. Beschreiben Sie ansatzweise, wie Sie klassische Medien (Zeitung, Radio, TV) über laufende Aktionen ihrer Non-Profit-Organisation informieren:

Wir haben eine Vielzahl Angeboten. Es gibt bei uns einen Newsletter, RSS sowie klassische OTS-Aussendungen über die APA. Daneben gibt es natürlich Einzelgespräche mit JournalistInnen.


7. Welche Erfahrungen (sowohl positiv/ negativ) haben sie mit dem Internetauftritt bisher gemacht?

Sehr kostengünstige, schnelle und zielgerichtete Möglichkeit Informationen weiterzugeben. Ein Internetauftritt dieser Art bedarf aber eine laufenden Betreuung; in unserem Fall mehrmals täglich.

8. Inwiefern können Mitglieder (oder solche die es werden wollen) zur Gestaltung ihres Internetauftrittes beitragen?

Ob wer Mitglied ist oder nicht ist egal. Wichtig ist, dass er etwas zu sagen hat. Es gibt folgende Möglichkeiten. Verfassen eines Artikels, den er zum Abdruck vorschlägt. Verfassen eines Forumsbeitrages zu einem Artikel, den es schon gibt. Einträge in die Termindatenbank bzw. ins Schwarze Brett.

Monday, January 17, 2005

Amnesty International Newsletter  Sun, 16 Jan 2005

Amnesty International


+ + + ai-newsletter + + + woche 02/05 + + +

-X- Inhalt:

-1- USA/Kalifornien: Hinrichtung eines geistig Behinderten
-2- urgent action
-3- Presse
-4- Veranstaltungen

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

-1- [USA/Kalifornien: Hinrichtung eines geistig Behinderten]

Gov. Schwarzenegger lässt hinrichten ...

Das zweite Mal in seiner Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien
hat Arnold Schwarzenegger Macht über Leben und Tod: am 19. Jänner

droht dem 61-jährigen Donald Beardslee die Todesspritze.
          
Schon einmal kannte Gouverneur Schwarzenegger keine Gnade: Im
Februar 2004 gab er grünes Licht für die Hinrichtung des
Afroamerikaners Kevin Cooper, dessen Leben buchstäblich in
letzter Minute durch ein Höchstgericht gerettet wurde.

Während die Schuldfrage im Fall Cooper bis heute nicht eindeutig
geklärt werden konnte, steht zweifelsfrei fest, dass Donald
Beardslee ein Mörder ist: 1981 tötete er die 23-jährige Paula
Geddling und die 19-jährige Stacy Benjamin im Zusammenhang
mit einem Drogendelikt. Nichtsdestotrotz wäre seine Exekution
ein fataler - unmenschlicher - Irrtum ...

Hintergrundinfos und Online-Appell auf
http://www.amnesty.at/aktionen/usa/usa_beardslee.htm

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-2- [urgent action]

# Eritrea/Dschibuti:
# ABSCHIEBUNG / HAFT OHNE ANKLAGE ODER PROZESS
# DROHENDE FOLTER UND MISSHANDLUNG

Mahmound Ahmed Chehem, Estifanos Solomon und zwei eritreische
Armeeoffiziere unbekannten Namens sind am 28. Dezember 2004
Berichten zufolge zwangsweise von Dschibuti nach Eritrea
zurückgebracht worden. Seitdem befinden sie sich an einem
unbekannten Ort in Haft und sind in Gefahr, misshandelt
oder gefoltert zu werden.

# Gutemala:
# SORGE UM SICHERHEIT / MORDDROHUNGEN

Florentín Gudiel, der Bürgermeister einer Stadt im Süden von
Guatemala, ist am 20. Dezember 2004 ermordet worden. Er war
aktiv gegen Korruption vorgegangen und hatte die Aufklärung
des Schicksals seines Sohnes gefordert, der 1983 unter der
damaligen Militärregierung "verschwunden" war. Seit der
Ermordung von Florentín Gudiel hat seine Familie zahlreiche
Morddrohungen erhalten, sodass amnesty international
befürchtet, dass seine Angehörigen in großer Gefahr sind -
vor allem seine Tochter Makrina Gudiel Álvarez, die sich
als Gemeinderatsmitglied ebenfalls gegen Korruption wendet.

# Iran:
# TODESSTRAFE / DROHENDE PRÜGELSTRAFE (update)

Leyla Mafi, 19-jähriges, geistig behindertes Mädchen, die
wegen "Moralvergehen" zum Tode verurteilt wurde, weil man
sie seit ihrer Kindheit zur Prostitution gezwungen hat,
ist gegenwärtig nicht mehr in unmittelbarer Gefahr,
hingerichtet zu werden. Die iranischen Behörden haben
zugesagt, ihren Fall einer Prüfung zu unterziehen, um
Pressemeldungen nachzugehen, wonach die junge Frau die
geistigen Fähigkeiten eines achtjährigen Kindes aufweist.


Diese und andere aktuelle urgent-action finden Sie auf
unserer Website http://www.amnesty.at/urgentaction

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-3- [Pressemeldung]

#  USA:
# Schwarzenegger muss Hinrichtung verhindern

London/Wien, 13. Jänner 2005

Am 19. Jänner 2005 soll der 61-jährige Donald Beardslee in
Kalifornien durch die Todesspritze hingerichtet werden. Das
zweite Mal in seiner Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien
hat Arnold Schwarzenegger Macht über Leben und Tod. Schon im
Februar 2004 kannte er keine Gnade und gab grünes Licht für
die Hinrichtung des Afroamerikaners Kevin Cooper, dessen
Leben in letzter Minute durch ein Höchstgericht gerettet
wurde. "Tod ist keine Gerechtigkeit. Es ist unfassbar,
dass Staaten immer noch Todesurteile vollstrecken! Die
Todesstrafe verletzt die Würde des Menschen und hat in
einer modernen Gesellschaft, in der Menschenrechte
respektiert werden, keinen Platz", so Heinz Patzelt,
Generalsekretär von ai-Österreich.

http://www.amnesty.at/presse

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-4- [Veranstaltungen]

Anlässlich der bevorstehenden Hinrichtung von Donald Beardslee
in Kalifornien am 19.1.2005 veranstaltet das Netzwerk gegen die
Todesstrafe von amnesty international Österreich eine Mahnwache
vor der US-Botschaft. Die Mahnwache wird in der Stunde der
geplanten Hinrichtung von 8 - 9 Uhr morgens (MEZ) abgehalten.

Adresse:
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika,
Boltzmanngasse 16, 1090 Wien

(Treffpunkt: Boltzmanngasse/ Ecke Strudlhofgasse)

Sunday, January 16, 2005

Übersicht Fragen "Care"

1. Seit wann besteht die Homepage ihrer Organisation?

In der derzeitigen Form seit Mitte 2003.


2. Aus welchen Motivationen heraus wurde diese entwickelt?

Die Website ist Teil des Marketingkonzeptes und sowohl ein wertvolles Kommunikations- als auch Fundraising-Instrument.

3. Welchen Stellenwert hat die Homepage für ihre Non-Profit-Organisation im Gegensatz zur übrigen Medienarbeit?

Einen sehr hohen Stellenwert: etwa 40% der Arbeit fließt ins Website Management, 60% in die Pressearbeit.


4. Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

Etwa 4 Mal pro Woche.


5. Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen auf die Homepage gestellt?

Das hängt vom jeweiligen Bereich ab. Der Pressebereich wird in Abstimmung mit Presseaussendungen und Medienberichten aktualisiert, im News-Bereich wird versucht, ausgewogen zwischen aktuellen „Medien-Katastrophen“ und der langfristigen und nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit von CARE zu berichten.


6. Beschreiben Sie ansatzweise, wie Sie klassische Medien (Zeitung, Radio, TV) über laufende Aktionen ihrer Non-Profit-Organisation informieren:

Das fällt in den Presse-, nicht in den Internet-Bereich.


7. Welche Erfahrungen (sowohl positiv/ negativ) haben sie mit dem Internetauftritt bisher gemacht?

Mir sind keine negativen Erfahrungen bekannt, das einzige Beschwerde-Mail des vergangenen Jahres kritisierte die häufig verwendete Schreibweise zur Geschlechtergleichstellung (-Innen) als sexistisch Männern gegenüber.

Positive Erfahrungen sind der stark wachsende BesucherInnen-Zuwachs, die ebenfalls kontinuierlich steigenden E-Newsletter AbonnentInnen, ebenso wie die im Aufwind begriffenen Online-Spenden. Hinzu kommt das positive Feedback von JournalistInnen und anderen UserInnen zum professionellen Webauftritt von CARE und das umfassende Informationsangebot auf www.care.at.


8. Inwiefern können Mitglieder (oder solche die es werden wollen) zur Gestaltung ihres Internetauftrittes beitragen?

Wir freuen uns immer wieder über PraktikantInnen, die unser Marketing-Team verstärken. Leider können wir keine bezahlten Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.

Befragung "Care"

Die nächste NPO "Care", hat mir ebenfalls sehr rasch unsere Fragen geantwortet.
Die zusammenfassenden Antworten von deren Content Managerin Christine Pendl folgen nun:

Das Website Management nimmt laut "Care" immerhin ca. 40% der Arbeit ein , die restlichen 60% fließen in die Pressearbeit.

Bei der Aufnahme von Inhalten für die Homepage wird zwischen dem Presse- und Newsbereich unterschieden - die Aktualisierung vom Pressebereich erfolgt in Abstimmung mit Presseaussendungen und Medienberichten (die auch an klassische Medien weitergegeben werden). Der News-Bereich versucht zwischen aktuellen „Medien-Katastrophen“ (interssanter Aspekt: trifft also auch auf die schon von uns besprochene inszenierte Aktualität der Medieninstitutionen zu), daneben wird über die Entwicklungszusammenarbeit von CARE berichtet.

Die positiven Aspkete des Internetauftritts von "Care" überwiegen.
Das sind zum einen die stark wachsenden "Visits", damit einhergehend auch vermehrt E-Newsletter AbonnentInnen. Auch ein wichtiger Punkt für die NPO - die Zahl von Online-Spenden steigt (auch ein Punkt, der von uns schon diskutiert worden ist: Internet ermöglicht es den Non-Profit-Organisationen deren eigenen Medien zu betreiben - und darüber hinaus gewinnen sie neue Zielgruppen dazu.)

Zur Übersicht der Antworten von Care gelangt ihr HIER

Antworten von Vier Pfoten

Antworten von Amnesty




Friday, January 14, 2005

Übersicht Fragen "Vier Pfoten"

1. Seit wann besteht die Homepage ihrer Organisation?

Im Dezember 2002 gab es einen Relaunch der Homepage.


2. Aus welchen Motivationen heraus wurde diese entwickelt?

Information von Tierfreunden und VIER PFOTEN-Förderern, Austausch von Tierschutz-Informationen, Berichterstattung über Aktivitäten von VIER PFOTEN, erster Anhaltspunkt für Journalisten und Opinion Leader usw.


3. Welchen Stellenwert hat die Homepage für ihre Non-Profit-Organisation im Gegensatz zur übrigen Medienarbeit?

Im Sinne der klassischen Medienarbeit wird das Internet gleichwertig behandelt – d.h. Online-Medien werden genauso mit Informationen versorg wie klassische Medien.

Was den eigenen Internet-Auftritt betrifft, nutzen wir die Möglichkeit der schnellen, tagesaktuellen, kostengünstigen und quasi unrezensierten Verbreitung von Nachrichten und schätzen die Moglichkeit der direkten Interaktion für den Adressaten.

Aber mit einem großen Nachteil: Das Internet ist derzeit bei unserer Kernzielgruppe noch wenig verbreitet.


4. Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

Laufend, bei Bedarf tagesaktuell.


5. Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen auf die Homepage gestellt?

Einerseits nach Aktualität, Relevanz, Zielgruppenaffinität – andererseits nach Verwertbarkeit für Fundraising

6. Beschreiben Sie ansatzweise, wie Sie klassische Medien (Zeitung, Radio, TV) über laufende Aktionen ihrer Non-Profit-Organisation informieren:

Presseaussendungen, persönliche Gespräche (meist übers Telefon), Pressekonferenzen, Einladung zu Drehs (TV), Interviews für Radios


7. Welche Erfahrungen (sowohl positiv/ negativ) haben sie mit dem Internetauftritt bisher gemacht?

Die WebSite wird im Allgemeinen gut angenommen und funktioniert als Informations- Interaktionsmedium für eine jüngere Zielgruppe recht gut und trägt somit dazu bei, unsere Mitglieder-/Spenderschaft zu verjüngen. Es gibt bereits eine wachsende Zahl von treuen Stamm-Usern.

8. Inwiefern können Mitglieder (oder solche die es werden wollen) zur Gestaltung ihres Internetauftrittes beitragen?

Postings in zwei Foren (Allgemein, Tierarzt), Teilnahme an Online-Umfragen und Einrichten eines My-Bereichs (Funktionalität derzeit noch eingeschränkt)





Befragung "Vier Pfoten"

Heute stelle ich euch die Zusammenfassung und Ergebnisse der Befragung von "Vier Pfoten" vor.

Monika Kehrer, Pressesprecherin der NPO "Vier Pfoten" hat mir folgende Auskünfte erteilt:

Das Internet werde im Bezug auf Medienarbeit gleichwertig behandelt, sprich das Online-Medium wird genauso mit Informationen versorgt wie die klassischen Medien.
Der Internet-Auftritt von "Vier Pfoten" biete die Möglichkeit der tagesaktuellen und kostengünstigen Verbreitung von Nachrichten. Dieser Hinweis auf Tagesaktualität muss von uns nochmals überprüft werden, da bei den bisherigen Recherchen zur Homepage diese Aussage nicht zutraf - die Aktualisierung erfolgte über eine größere Zeitspanne.

Frau Kehrer sieht auch die Grenzen der Informationsverbreitung übers Internet - derzeit sei dieses bei der Kernzielgruppe noch wenig verbreitet. Ich werde da nochmals nachfragen, da mir nicht ganz ersichtlich ist, wie "Vier Pfoten" dies feststellen konnten. Gab es generelle Umfragen unter Mitgliedern, ob diese auch Internet-User sind und die Homepage aufsuchen..?
In diesem Zusammenhang steht auch die Bemerkung, dass Mitglieder von "Vier Pfoten" jünger werden:"Die WebSite ...funktioniert als Informations- Interaktionsmedium für eine jüngere Zielgruppe recht gut und trägt somit dazu bei, unsere Mitglieder-/Spenderschaft zu verjüngen."
Das bedeutet aber in diesem Zusammenhang wohl auch, dass die ursprüngliche Zielgruppe von "Vier Pfoten" älter und im höheren Grad ohne Internetzugang sein musste - siehe Grenzen Internet.

Interessant ist zudem, dass auf der Homepage von eingeloggten Usern angepasste Profile erstellt werden können. Dieser sogenannte My-Bereich ist sicher für unsere PS-Gruppe Personalisierung von Online-Medien interessant.

Zur Antwort-Übersicht von "Vier Pfoten"

Antworten "Amnesty"

Wednesday, January 12, 2005

Befragung "Amnesty"

Ich habe mittlerweile schon einen Fragen-Rücklauf zu unserer kleinen Befragung unter den NPO's erhalten. Diese waren durchaus informativ und zeigen deren Eigenverständnis von Internetauftritten und präsentierten Inhalten.
Beginnen werde ich mit einer Zusammenfassung der Antworten von Christian Müller (Online Communication amnesty international Österreich):

Laut ihm rechnen sich Websites in der Art von amnesty – im Vergleich mit anderen Medien - wirtschaftlich am besten.
Interessant deshalb, da wir ja schon in einer PS-Sitzung über die Wirtschaftlichkeit von klassischen Medienorganisationen im Bezug auf deren Internetauftritt gesprochen hatten. Allerdings lagen unsere Vermutungen bzgl. der Kosten-Nutzen-Rechnung wesentlich kritischer.

Christian Müller räumt aber ein, dass Informationen, die analog wenig Resonanz finden, auch in elektronischer Form nicht mehr Menschen aktiv werden lässt.
Vorteil des Internets: zumindest können mehr Personen (-gruppen)erreicht werden.

Unser häufig schon beachtetes Kriterium Aktualtiät findet auch hier Anklang:

"Inhalte auf Websites können sehr rasch ausgetauscht und/oder –ausgebessert (updates) werden. Was bei anderen Medien nicht möglich ist. D.h. wir können auf Notfälle, zB so genannte „urgent actions“ viel schneller und effektiver reagieren."

Amnesty bezeichnet ihren Internetauftritt in Form der Homepages ai-academy,love goes beyond this (Aktionsgruppe zur Wahrung der Menschenrechte von Schwulen und Lesben) sowie ihre Site zu Frauenrechten als mit Abstand stärkstes und effektivstes Kommunikationsmedium.

Die beinahe tägliche Aktualisierung folgt unter dem Aspekt der seriösen Verfügbarkeit von Information.
Diese Aussage spiegelt sich in unseren bisherigen Postings wider - vgl. Zwischenbilanz unserer Präsentation zu NPO's.


Erwähnenswert ist zudem, dass der Informationsfluss auf der Website ausschliesslich über professionell ausgebildete MenschenrechtsexpertInnen erfolgt.
Warum keine direkte Einbindung von Mitgliedern (ihr wisst schon: jeder ein Journalist)?
Christian Müller erklärt dies folgendermaßen:
Falsch- bzw. Panikmeldungen in Bezug auf Menschenrechts-Verletzungen können Menschenleben gefährden bzw. sogar kosten.
Falschinformationen und anschließende Kundmachungen im Zuge von Prozessen kamen auch schon aus den Kreisen von Blogger-Sites. "Amnesty" legt deshalb Wert darauf, dass diese Gerüchte-Verbreitung gehindert wird.



Alle ausführlichen Fragen und Antworten findet ihr HIER

Übersicht Fragen "Amnesty"

1. Seit wann besteht die Homepage ihrer Organisation?

ai-Österreich hat seit 1999 eine eigene Website. Seit damals erfuhr sie 2x einen Relaunch und wurde nach und nach durch „Special-Interest“-Sites erweitert.


2. Aus welchen Motivationen heraus wurde diese entwickelt?

Von „billigen“ Produktionsbedingungen (wie in der Einleitung) zu reden oder zu schreiben, ist falsch. Auch eine Zeitung oder ein Flugblatt kann „billig“ produziert werden.

Die Frage ist die der Kosten zur Verbreitung und – des damit verbundenen Nutzens. Diese Kosten-/Nutzen-Rechnung ist bei Websites dieser Art – im Vergleich mit anderen Medien - wirtschaftlich einfach am besten.

Ausserdem können die Inhalte auf Websites sehr rasch ausgetauscht und/oder –ausgebessert (updates) werden. Was bei anderen Medien nicht möglich ist. D.h. wir können auf Notfälle, zB so genannte „urgent actions“ viel schneller und effektiver reagieren.


3. Welchen Stellenwert hat die Homepage für ihre Non-Profit-Organisation im Gegensatz zur übrigen Medienarbeit?

Die Website (inklusive der eingeschlossenen, kleineren Websites wie www.ai-academy.at, www.lgbt.at, www.frauenrechte.at, usw.) ist mit Abstand unser stärkstes und effektivstes Kommunikationsmedium.


4. Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

Beinahe täglich.


5. Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen auf die Homepage gestellt?

Nach Kriterien der seriösen(!!) Verfügbarkeit, der Aktualität bzw. nach politischen (menschenrechtlich-politischen) Kriterien.


6. Beschreiben Sie ansatzweise, wie Sie klassische Medien (Zeitung, Radio, TV) über laufende Aktionen ihrer Non-Profit-Organisation informieren:

Per Presseaussendungen bzw. über die Website. Beides also elektronisch.


7. Welche Erfahrungen (sowohl positiv/ negativ) haben sie mit dem Internetauftritt bisher gemacht?

Dass Informationen, die analog wenig Resonanz finden, auch elektronisch nicht mehr Menschen veranlassen, zB gegen Menschenrechtsverletzungen aktiv zu werden. Der Unterschied liegt aber eindeutig in der Menge der erreichten (erreichbaren) Personen (-gruppen).


8. Inwiefern können Mitglieder (oder solche die es werden wollen) zur Gestaltung ihres Internetauftrittes beitragen?

Wie bei jedem anderen Medium liegt auch unserem Internetauftritt ein Konzept zugrunde. Dieses Konzept hat ein Ziel und wurde professionell erstellt.

Ausserdem arbeitet (recherchiert) amnesty international bekannter Weise sehr professionell, seriös und genau. Diese Qualität - zB der Berichte - kann nur von ProfessionistInnen erwartet und erreicht werden.

An dieser Stelle müssen zB die eindeutigen Falsch- bzw. Panikmeldungen im Zuge des Lawal-Prozesses (drohende Steinigung) erwähnt werden, die aus dem Umfeld von Blogger-Sites und privaten Mailinglisten kamen und dem Prozess durchaus hätten schaden können. Also müssen solche Falschinformationen bzw. Falschinterpretationen (Übersetzungsfehler) unter allen Umständen an der Verbreitung gehindert werden. Sie könnten ein Menschenleben kosten.

Daher läuft der Informationsfluss bei ai, auch und gerade der auf der Website, ausschliesslich über professionell ausgebildete MenschenrechtsexpertInnen.




Tuesday, January 11, 2005

Jahresrückblick von Bizeps

Die Non-Profit-Organisation Bizeps über die wir schon in einem vorherigen Bericht eingegangen sind, hat jetzt einen interessanten Newsletter verschickt. In diesem Newsletter werden die Themen aufgelistet, die im letzten Jahr das meiste Interesse bekommen haben. Ist interessant zum durchgehen, sozusagen der Jahresrückblick der Non-Profit-Organisation. Es ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit der NPO bei ihren Mitgliedern noch einmal die Themen des letzten Jahres in Erinnerung zu rufen, und ist auch sehr gut gestaltet.

Saturday, January 08, 2005

International Federation of Journalists

Bei der Suche nach neuen NPO`s die vielleicht eine Journalistenplattform betreiben, bin ich auf die Seite der International Federation of Journalists gestoßen. Diese Organisation ist zwar keine Non-Profit-Organisation, passt aber meiner Meinung nach gut zu unserem Thema. Es ist der weltgrößte Zusammenschluss von Journalisten, und rund um die Welt tätig. Sie stellen Artikel ins Internet und informieren über die jüngsten Geschehnisse. Ausserdem haben sie Artikel im Netz die aud die Frage der Qualität im Journalismus eingehen. Diese Seite ist meiner Meinung nach sehr spannend zum durchschauen, und sich zusätzlich zu informieren.

Friday, January 07, 2005

Umfrage bei NPO's zu deren Internetauftritt

Wie schon in einem vorherigen Posting erwähnt, habe ich nun einige Non-Profit-Organisationen gebeten, einen kleinen Fragebogen auszufüllen.
In erster Linie wollen wir so herausfinden, welchen Stellenwert der Internetauftritt für die NPO's hat, wie aktuell dieser laut eigener Aussage ist und ob es auch die Möglichkeit der Mitgestaltung für Mitglieder gibt.

Die angeschriebenen NPO's:

Amnesty International

Global 2000

WWF

SOS-Kinderdorf

Vier Pfoten

Reporter ohne Grenzen

Greenpeace

Care


Ich bin schon gespannt, ob alle der kontaktierten Personen der jeweiligen NPO's an unserer kleinen Umfrage teilnehmen und aussagekräftige Antworten retour senden.
Auf jeden Fall werdet ihr eine Zusammenfassung der Ergebnisse auf unserem Weblog präsentiert bekommen.

Für alle Interessierten gibt's nun noch die Fragen:

1. Seit wann besteht die Homepage ihrer Organisation?

2. Aus welchen Motivationen heraus wurde diese entwickelt?

3. Welchen Stellenwert hat die Homepage für ihre Non-Profit-Organisation im Gegensatz zur übrigen Medienarbeit?

4. Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

5. Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen auf die Homepage gestellt?

6. Beschreiben Sie ansatzweise, wie Sie klassische Medien (Zeitung, Radio, TV) über laufende Aktionen ihrer Non-Profit-Organisation informieren:

7. Welche Erfahrungen (sowohl positiv/ negativ) haben sie mit dem Internetauftritt bisher gemacht?

8. Inwiefern können Mitglieder (oder solche die es werden wollen) zur Gestaltung ihres Internetauftrittes beitragen?


Wednesday, January 05, 2005

Kommunikationssystem.de

Und schon wieder bin ich fündig geworden: unter Kommunikationssystem findet ihr ein unabhängiges Portal, dass über politische und gesellschaftliche Themen berichtet.
Das erklärte Ziel von "Kommunikationssytem" ist es Initiativen, Gruppen und (inter-)nationale Projekte vorzustellen und interessierte Einzelpersonen darüber zu informieren.
Es gibt zB. eine eigene Rubrik, die sich mit Initativen NPO's beschäftigt. Darin werden aktuelle Meldungen zu Amnesty, Greenpeace oder aber auch allgemeineren Aktionen zu Politik und Medien vorgestellt.
Wie in meinem vorherigen Posting schon erwähnt, können sich also unabhängige Medienplattformen und NPO's in ihrer Berichterstattung gegenseitig stützen.
Auf dem sogenannten Computer-Netzwerk Linksystem (kurz CL-Netz) findet ein Zusammenschluß von Menschen statt, die in der täglichen politischen Arbeit für Menschenrechte, soziale Sicherheit, Selbstbestimmung, Emanzipation und ihre Umwelt kämpfen und dafür Öffentlichkeit schaffen. Insgesamt kann man dort Themen aus 69 verschiedenen Foren auswählen.

Jede(r) ist herzlich eingeladen auf "Kommunikationssystem" an den Diskussionsforen teilzunehmen oder auch selbst Beiträge zu gestalten.

Demnächst werde ich probieren, die Inhalte der schon vorgestellten unabhängigen Internetportals genauer zu untersuchen. Welche Inhalte werden präsentiert, werden diese Themen von den klassischen Medien auch behandelt? Welche Parallelen gibt's bzw. wo unterscheidet sich die Berichterstattung?

Darüber hinaus bin ich gerade beschäftigt bei den klassischen NPO's (Amnesty, Greenpeace, Care, WWF,...) Kontaktadressen zu erhalten - damit ich deren Antworten zur Bedeutung des Internets für ihre Organisation erhalte. Die Übersicht unserer Fragen findet ihr nochmals HIER
Langeweile kommt also garantiert nicht auf!

Tuesday, January 04, 2005

NPO's und unabhängige Medienplattformen

Soeben bin ich auf zwei durchaus interessante Web-Sites gestossen.
Unter Indymedia und AlterNet findet ihr von Medieninstitutionen unabhängige Berichterstattung zu allen möglichen Themen.
Das Leitmotiv solcher und anderer Plattformen ist nicht die Verdrängung von klassichen Medienberichten, vielmehr wollen die Teilnehmer auch andere Seiten von Nachrichten zeigen und evt. Mißstände anführen, die im Nachrichtenalltag keinen Platz mehr finden.

Indymedias Philosophie lautet beispielsweise folgendermaßen:"..Indymedia ist ein Kollektiv von unabhängigen Medienorganisationen und hunderten von JournalistInnen, die nichthierarchische, nicht konzerngebundene Berichterstattung leisten. Indymedia ist eine demokratische Medienplattform für die Verbreitung einer radikalen , sorgfältigen, und leidenschaftlicher Sicht der Realität..."

Diese Grundeinstellung gegenüber Unabhängigkeit und auch die Art und Weise der Berichterstattung ähnelt sehr derer von NPO's..
Weitere Gemeinsamkeit: sowohl NPO's als auch alternative Journalismusplattformen streben nicht nach Gewinn und werden durch Spenden getragen.

Allerdings muss man anmerken, dass NPO's im klassischen Sinne nicht solch ein breit gefächertes Themenangebot anbieten (wollen) und sich auf gewisse Gebiete spezalisieren (Umwelt, Menschenrechte, Tierschutz,..). Journalismusplattformen wie eben Indymedia oder AlterNet könnten aber mit ihrer Berichterstattung die NPO's dabei unterstützen. Themen die in anderen Medienorganisationen keinen Platz finden - sei es aus Zeitmangel, anderen Prioritäten oder aber der vielbesprochenen Aktualität - werden auf solchen Seiten veröffentlicht und gelesen.

Die klare Grenze zwischen NPO's und Medienplattformen gibt es somit wohl nicht mehr. Die freie journalistischer Tätigkeit ist eine wichtige Facette im Internet geworden, deren endgültige Ausmaße noch lange nicht erreicht sind.

Meine abschließende Feststellung ist schon beinahe paradox:
Die kommerziellen Medienanbieter können mit ihren Homepage-Auftritten kaum schwarze Zahlen schreiben -sprich Gewinne machen- und die Alternativanbieter wollen es aus Prinzip nicht: Non-Profit-Journalismus wird aus Interesse der dort arbeitenden Journalisten aber auch der Förderer betrieben.
Den Non-Profit-Journalismus zukünftig weiterhin in die Rubrik "private Klatsch-Kolummne" zu geben ist somit veraltet.

Monday, January 03, 2005

WWF-Newsletter

Ich habe am 22. Dezember den Newsletter von WWF bekommen. Ich wollte ihn an dieser Stelle herzeigen, da ich finde dass er sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet ist. WWF ist einer der NPO`s die wir eher in die Richtung eingestuft haben, dass ihre Internetpräsenz hauptsächlich der Information ihrer Mitglieder dient, was ich finde dass es sich in diesem Newsletter wiederspiegelt. Man fühlt sich persöhnlich angesprochen und erfährt im gleichen Zug was über die neuesten Nachrichten, alles sehr aufwendig gestaltet. Als anderes Beispiel möchte ich den Amnesty International Newsletter vom vergangenen Monat anführen, da dieser für mich sehr enttäuschen war. Hier ist nicht sehr viel ansprechendes zu finden, es ist nur eine Aneinanderreihung von Nachrichten. Man muss aber Amnesty zugute halten dass sie wirklich jeden Monat einen neuen Newsletter herrausbringen, und dieser dann wirklich nur auf Information abzielt.
Trotzdem finde ich ist an diesen Beispielen zu sehen wieviel Journalismus auch mit Layout zu tun hat. Das eine wirkt ansprechend dass andere eher uninteressant und mühsam, bevor man überhaupt zum Lesen anfängt. Die Frage on NPO`s den traditionellen Journalismus ersetzen werden, muss finde ich auch in der Hinsicht ihres Layouts näher betrachtet werden.

Sunday, January 02, 2005

NPOs - Informationsjournalisten oder doch nur Meinungsmacher

An dieser Stelle möchte ich kurz ein Buch empfehlen, das im Laufe unserer Arbeit und Beschäftigung mit NPO`s und Journalismus, sehr interessant war. Gibt`s in in den Salzburger Bibliotheken zum ausborgen, und ist für eine Beschäftigung mit Journalismus sehr empfehlenswert.

Buch:
Journalistische Qualität
Autor:
Gianluca Wallisch

Hier nähere Kapitel die ich in diesem Zusammenhang spannend finde:
Journalismuskonzepte S. 62-64
Journalistische Normenkonstellation S. 167

Saturday, January 01, 2005

Spezifische Informationsangebote im Gegensatz zu Allround-Informationen von Medien

Die Non-Profit-Organisationen können durch die neue Möglichkeit der Internetpräsenz spezifischere Themen erarbeiten und darüber informieren. Die traditionellen Medien wie zum Beispiel Tageszeitungen widmen sich übergreifenderen Themen, spezifischere wurden bis jetzt eher in Fachzeitschriften behnadelt. Durch die neue einfache Möglichkeit ds publizierens im Internet können hier ganz neue Rubriken der Informationsbereitstellung entstehen. Wir haben zu diesem Thema schon auf die NPO Bizeps verwiesen, die aktuelle Nachrichten anbieten zum Thema Behinderung, Gleichstellung,Selbstbestimmung, Assistenz und Diskriminierung für behinderte Menschen. Ich möchte hier noch eine andere Webseite anführen die meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel ist. Das kanadische TV-Network CBC führt die "Canada's Adverse Drug Reaction Database". Dort kann man sich über alle negativen Reaktionen und Nebenwirkungen von Medikamenten informieren. Es ist eine Dokumentation die in diesem Umfang in traditionellen Medien auf keinen Fall möglich wäre, und die Informationen sind öffentlich zugänglich. Will man sich in dieser Richtung informieren ist diese Datenbank die umfassendste der gesammelten Dokumente die öffentlich zugängleich ist. Ein gutes Beispiel für das Entstehen von neuem Informationsangebot.

Friday, December 31, 2004

Guten Rutsch ins neue Jahr!...

...wünschen Simone Schöpf und Lisa Nussmüller
Taggi

Thursday, December 30, 2004

Tsunami-Seebeben

Wie aktuell ist die Berichterstattung?


Ich möchte noch als Abschluss meiner Beoabachtungen, auf das Seebeben in Südostasien eingehen. Es ist eine der größten Naturkatastrophen, und ich wollte beobachten wie aktuell die Beiträge einer Tageszeitung sind. Ich hab die Onlineausgabe des Standards gewählt. Natürlich liegt es auf der Hand das die Berichterstattung in diesem Fall sehr aktuell sein muss. feststallen wollte ich nur, ob viele Beiträge auch Hintergrundinformationen liefern, die in diesem Fall relevant, aber nicht notwendigerweise an dieser Stelle auftauchen hätten müssen. Zum Beispiel ein Bericht über Seebeben und Tsunamis in der Vergangenheit.
Beim Standard wurde eine eigene Rubrik für diese Katastrophe einegerichtet. Die Themen auf dieser Seite sind ohne Ausnahme aktuell, in der Hinsicht dass sie nur an diesem Tag aktuell und neu sind. In unteren Rubriken auf der Seite links werden Hintergrundinformationen angeboten die nicht extrem aktuell sind.
Ich war überrascht dass es keine Beiträge auf der Hauptseite gab, die nicht unseren Aktüalitätskriterien entsprachen. Bericht über Umweltkatastrophen in der Vergangenheit etc. wären in diesem Fall ein leiter Platzfüller gewesen. Natürliuch ermöglicht hier die Onlineausgabe eine übersichtlichere Gliederung als das Printmedium selbst.
Abscheinend sind extrem prisante Themen, von denen es vorallem immer neue Nachrichten gibt ein Grund, völlig aktuell zu berichten, und nicht durch ältere Geschichten die damit in Verbindung stehen zu unterstreichen.
Das war die abschliessende Beobachtung zu Aktualität von Printmedien. Eine Sammlung von bereits geposteten Artikeln in unserem Blog zu diesem Thema und der Verbindung zur simulierten Aktualität von Non-Profit-Organisationen, findet ihr HIER

Wednesday, December 29, 2004

Aktualität und Printmedien

Täglich erscheinende Printmedien werden von der Gesellschaft als extrem aktuell angesehen, woraufhin ich Beobachtungen angestellt habe, die ich im Laufe der Zeit gepostet habe. Hier ein kleiner Überblick:

Beitrag 1- Was ist Aktualität
Definitionen von Aktualität, was es überhaupt heisst.
Beitrag 2 -Was ist Aktualität Teil 2
Eine Beobachtung anhand der Tageszeitung Standard, von einer gewählten Ausgabe.Und ein Exkurs zu dem Thema, müssen NPO`s ihre Aktualität inszenieren um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen?
Beitrag 3 -Inwieweit sind Tageszeitungen aktuell?
Eine kurze Erläuterung anhand von Aktualitätskriterien.
Beitrag 4 - Simulierte Aktualität
Weiterführung des Diskurses ob und wie NPO`s ihre Aktualität simulieren.

Dieser kurze Überblick dient dazu, noch einmal kurz zusammenzufassen was über das Thema Aktualität bereits gebloggt wurde, da ich im nächsten Artikel noch einmal darauf eingehen will.

Monday, December 27, 2004

Computer Aided Reporting

In meinem Artikel am 25. Dezember bin ich auf das Thema "Werden NPO`s den Journalismus ersetzen?" näher eingegangen. Dabei kam ich zu dem Gedanken, dass eine Verknüpfung von vielen verschiedenenen NPO`s mit dem neuen Angebot durch Anbieter nur gewünschte News zu bekommen, diese sozusagen anfordert, zu neuen Formenführen könnte. Neue Formen einer Informationsvermittlung, sozusagen ein persöhnliches Nachrichtenprofil, in dessem Dienste dann die NPÓ`s stehen könnten.
Mir wurde als Beispiel eine Non-Profit-Organisation genannt die sich "The Center for Public Integrity"nennt. Es ist ein gutes Beispiel für eine NPÒ die eine Datenbank zu gewissen Themén führt, die in den Medien nicht als relevant behnadelt werden. "The Center for Public Integrity" betreibt "Investigative Journalism in the Public Interest" über Politik in´der USA und edr ganzen Welt.Sie wollen damit ein Netzwerk ermöglichen, dass das politische System durchleuchtet und zu einem informierterem Volk führt. Diese Organisation ist auch ein gutes Beispiel dafür wie NPO`s Journalismus in Zukunft betreiben könnten. "The Center for Public Integrity" hat bereits unzählige Preise für den investigativen Journalismus, den sie betreiben, bekommen.
Lohnt sich mal auf der Seite vorbei zu schauen!

Sunday, December 26, 2004

Fragen zum Internetauftritt von NPO's

Unsere Gruppe wird sich nun direkt mit Non-Profit-Unternehmen in Verbindung setzen um folgende Frage zu klären:

Gibt's die Homepage, da Mitglieder dies als heutigen Standard ansehen, oder
entwickelte sie sich aus eigenen Motivationen (welchen?)heraus?


Welchen Stellenwert hat die Homepage für die NPO's im Gegensatz zur anderen Medienarbeit?

Welche Erfahrungen haben sie mit dem Internetauftritt gemacht?

Wie oft werden die Internet-Inhalte aktualisiert?

Nach welchen Kritieren werden neue Meldungen aufgenommen?

Angeschriebene Non-Profit-Organisationen:

Eine Auswertung unserer Fragen findet ihr in Kürze auf unserem Weblog!

Saturday, December 25, 2004

NPO`s-Das ersetzen von Journalisten?

Ich möchte kurz anschliessen an den Bericht meiner Partnerin Simone Schöpf. In ihrem Artikel "Wie verändert sich die Struktur im Journalismus durch den Aspekt "Non-Profit"? " geht sie auf den Aspekt ein, wie sehr NPO´s die Rolle von internationalen Nachrichtenagenturen übernehmen. Sie merkt an dass die Rolle der regionalen Informationsvermittlung warscheinlich weiterhin von traditionellen Medienbetrieben übernommen wird, da es für NPO´s nicht so leicht möglich ist, dies zu übernehmen. Als Beispiel führe ich hier die Regionalblätter oder Regionalbeilagen an, wie zum Beispiel die Regionalausgaben der Kleinen Zeitung an, die ihre näheren Informationen für kleinere Regionen auch Online anbietet.
Dazu möchte ich anmerken, dass es zwar schwierig ist, aber man versuchen muss von unserern gewohnten Strukturen umzudenken.
1. Finde ich es nicht undenkbar dass es NPO`s geben kann, die sich auf kleinere Regionen spezialisieren. Vorallem in Anbetracht der Tatsache dass regionale Berichterstattung immer mehr zu einer der Hauptgründe wird, weshalb die Leser eines Mediums, sich für dieses entscheiden.
2. Wo es bei mir um das umdenken in unseren Strukturen geht. Ich finde, was ich auch beobachte, dass sich immer neuere Formen der NPO`s herrausbilden. Mit der neuen Form, dass man sich über Internetanbieter ausgewählte, und auf einen zugeschnittene Informationen bzw. News bekommt, wären neue aufgesplittetere Formen denkbar. Zum Beispiel könnte sich eine Non Profit Organisation nur mit einem Thema, wie etwa Umweltentwicklungen beschäftigen, und diese regional gliedern. Würde mich diese spezielle Information über mein Wohngebiet interessieren, könnte ich sie aufrufen. Es wäre somit ein regionales Angebot. Für mich ist denkbar, dass es sich von geballter regionaler Informationvermittlung zu einer aufgeteilteren entwickelt. Würde es mehrere NPO`s geben die solche Informationen anbieten, wäre ich mit regionalen Geschehnissen eingedeckt.
Ich werde in nächster Zeit versuchen herauszufinden, ob solche NPO`s bereits existieren, falls jemand bereits solche Angebote kennt, postet sie mir!

Friday, December 24, 2004

Frohe Weihnacht!

Simone Schöpf und Lisa Nussmüller wünschen einen schönen Weihnachtstag, und lassen den NPO`s einen Tag Verschnaufpause!

Thursday, December 23, 2004

Simulierte Aktualität

Haben es NPO`s wirklich notendig, ihre Aktualität zu simulieren. Die Frage ist, welches publizierende Medium hat das nicht.

Meiner Meinung nach haben die größeren internationalen Organisationen mehr Notwendigkeit dazu extrem aktuell zu wirken. Amnesty International muss ihre Aktualität mehr vermitteln als zum Beispiel Bizeps. Obwohl sich beide Organisationen darauf berufen aktuell zu sein, und auch sind, hat Amnesty, durch das extreme Interesse der Medien, einen höheren Aktualitätszwang.

Es stellt sich die Frage, wie es möglich ist, Themen wie Menschenrechte oder Pressefreiheit ständig mediengerecht zu inszenieren. Doch es wird von den Lesern verlangt, da sich Geschichten die reine Berichterstattung ohne aktuellem Drama, nicht medienwirksam publizieren lassen. Wenn man die Amnesty-Homepage länger beobachtet oder ab und zu vorbeischaut, kann man erkennen das Themen durch einen großen Aufmacher, der zu dieser Zeit aktuell ist, immer wieder besprochen werden.
Aktualität um des Aufmerksamkeits-Willen?
Was meint ihr dazu?

Wednesday, December 22, 2004

Wie verändert sich die Struktur im Journalismus durch den Aspekt "Non-Profit"?

..ich beschäftige mich gerade wieder mit der Thematik "Journalismus, neuer Non-Profit-Bereich?"..

Meine Überlegungen haben mittlerweile folgende Frage aufgeworfen:

Angenommen journalistische Tätigkeit wird durch Non-Profit-Organisationen immer unabhängiger von einem bestimmten Verlag, Sender,.. - welche Auswirkungen hat dies auf die Medienunternehmen und -mitarbeiter?

Wenn Non-Profit-Organisationen wie etwa Public Integrity mit ihren Mitgliedern immer mehr die Berichterstattungsfunktion übernehmen, braucht es dann überhaupt noch die "klassischen" Journalisten in den jeweiligen Medienunternehmen??
Meldungen für den Lokalteil bleiben wahrscheinlich im Unternehmen, da große NPO's nicht immer so rasch handeln können und evt. geographisch gebundener sind.

Stellen dann aber NPO's, sei es nun Public Integrity oder auch traditionelle wie Amnesty, Greenpeace,.. bald eine ebenbürtige Funktion zu den weltweiten Nachrichtenagenturen dar?
Wollen die Medien tatsächlich deren Informationen anstandslos aufgreifen, oder bleibt ein Rest von Unbehagen. Unbehagen deshalb, da die NPO's durch deren Einnahmenmodell (= freiwillige Spender)ja auch evt. Partei ergreifen könnten.
Einen interessanten Link zum Thema "jeder ist Journalist" hat auch unser Proseminar-Leiter Helmut Spudich auf seinem Weblog ojour.
Mittlerweile gibt es nämlich in den USA und Südkorea bereits Online-Zeitungen, die von den Lesern selbst gestaltet werden.
Scheint so, als ob der klassische Journalismus bald nur mehr einen kleinen Anteil an Informationsfunktion übernimmt...

Tuesday, December 21, 2004

Inwieweit sind Tageszeitungen aktuell?

Bei den meisten Definitionen von Printmedien spielt die Aktualität eine enorme Rolle. Als Klassifizierung für Tageszeitungen werden meist 4 Begriffe angegeben:

die Periodizität,
die Universalität,
die Aktualität
die Publizität.

Durch eine Beobachtung der Printausgabe des Standards musste ich feststellen das der Großteil der täglich erscheinenden Berichte, nicht umbedingt aktuell sind. Aktuell in diesem Bezug heisst für mich, dass der Beitrag umbedingt an diesem Tag herrauskommen muss, da es sich um ein Thema handelt, dass gerade jetzt passiert bzw. diskutiert wird.
Die Themen die hauptsächlich abgehandelt werden sind teil-aktuell. Sie beschäftigen sich sehr wohl mit gerade präsenten Themen, könnten aber auch einen Tag später oder früher gebracht werden, bis hin zu Beiträgen die das ganze Jahr über als aktuell bezeichnet werden könnten.

Das wirft bei mir die Frage auf, wie wichtig ist Aktualität überhaupt? Ich glaube die wirklich wichtige Sache ist, Aktualität zu vermitteln. Ich nehme mal an, würde man Zeitungsleser dazu befragen wie aktuell ihre Tageszeitung ist, würde fast alle mit, sehr aktuell, antworten. Aber nach meiner Betrachtung ist diese Aktualität eher eine Inszenierte, und das ist der wichtigere Punkt.
Das bringt mich natürlich wieder zu den NPO`s, da es bei Themengebieten wie Menschenrechte, extrem schwierig ist eine ständige Aktualität aufrechtzuerhalten. Wie also inszenieren sich Non-Profit-Organisationen um so das Interesse ihrer Leser aufrechtzuerhalten. Ich werde die NPO`s in dieser Hinsicht beobachten.

Monday, December 20, 2004

Gerät Journalismus in den Non-Profit-Bereich? Beispiel "public integrity"

Die Gründer der Non-Profit-Organisation Public Integrity haben es sich zum Ziel gesetzt, durch investigativen Journalismus Mißstände in Wirtschaft, Politik etc. publik zu machen. Das besondere an dieser Institution ist die Tatsache, dass sie ausschließlich von Spenden finanziert wird.

Kann so etwas funktionieren? Es kann, schließlich gibt es Public Integrity nun bereits seit 15 Jahren und laut eigener Aussage nimmt deren Aufgabe als Informant bzw. Informationsdistributor stetig zu:

"The exponential increase in usage of the Center's reports by the media, academics, nongovernmental organizations and the public at large shows the growing impact of its mission. The quality of the Center's work, in only 14 years, has firmly established the organization as an institutional presence in Washington. By building upon and perpetuating its hard-earned reputation for "public service journalism," we aim to steadily increase the organization's impact on public policy debates. "

Wird so die Zukunft von Journalismus aussehen? Journalisten die aus eigenem Antrieb und ungebunden vom Markt (vor allem) übers Internet publizieren? Kann sich dann jeder als Journalist und Aufdecker bezeichnen? Wie stehen Medienunternehmen dieser Entwicklung gegenüber?
Viele Fragen, die ich in weiteren Postings noch ausführen möchte..

Sunday, December 19, 2004

Was ist Aktualität? -Teil 2

Wie schon im vorhergehenden Bericht besprochen, möchte ich mich weiter mit diesem Thema beschäftigen. Um die Frage der Aktualität zu klären, habe ich die Tageszeitung Der Standard beobachtet.
Ein wichtiges Merkmal von Tageszeitungen ist das, dass sie immer aktuell sind. Die Frage die wir bei unserer Blog-Präsentation angeregt bekamen, ist aber wie aktuell ein Medium überhaupt sein kann.
Als Beispiel nehme ich die Printausgabe des Standards vom 18.12.2004. Als Kriterium für meine Beobachtung nahm ich die Frage, welcher der Artikel nur an diesem Tag publiziert werden hätte können. Genauer, welche Artikel nur an dem Tag des Publizierens aktuell sind.
Insgesamt entsprachen nur ca. 10 Prozent der Artikel diesem Kriterium, und trotzdem sehen wir die Tageszeitungen als ein vollkommen aktuelles Medium an. Hier müssen Non-Profit-Organisationen die sich über eine Homepage publizieren, meiner Meinung nach mehr leisten. Eine Homepage muss sich immer mit aktuellen Themen befassen, oder versucht, wie Amnesty International nicht so aktuelle Themen, mit einem neuen Aufhänger rauszubringen.
Müssen NPO`s ihre Aktualität inszenieren, um interessant zu bleiben. Wie berichtet man über Menschenrechtsverletzungen, die sich einfach nicht ändern?
Auch wenn es meiner Meinung nach kein guter Effekt unserer Gesellschaft ist, glaube ich dass sich die NPO`s dem fügen müssen.
Was mir hier wieder in den Sinn kommt ist eine Frage die mir bei der Präsentation gestellt wurde. „Können Themen wie Umweltschutz oder Menschenrechte, jemals nicht aktuell sein?“
Die Antwort darauf ist wohl nein, aber die wichtigere Frage ist, können solche Themen nicht mehr aktuell bzw. relevant für die Medien sein? Die Antwort darauf ist meiner Meinung nach Ja.
Also müssen NPO`s sehr wohl ihre Themen medienrelevant aufarbeiten, also sozusagen Aktualität vorgaukeln, um für wichtige Themen Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich werde die NPO`s auf diese Frage beobachten.

Saturday, December 18, 2004

Klimakonferenz 2004 - alles bestens?

Vom 06.12-17.12 fand in Buenos Aires die 10.
Klimakonferenz
statt. Neben Regierungsdelegationen aus mehr als 180 Staaten waren zahlreiche Vertreter von Medien und NPO's angereist.

Worum ging's?
Die Konferenz bot einerseits Anlass zu prüfen, inwieweit die bisher vereinbarten Maßnahmen zur Bekämpfung des globalen Klimawandels ausreichten. Andererseits wurde die Notwendigkeit deutlich, dass eine entschiedene Weiterentwicklung des internationalen Klimaschutzes in den kommenden Jahren notwendig sein wird.

Ergebnis?
Es gibt nach wie vor keine einheitlichen internationalen Klimaschutzverpflichtungen... Insbesondere die USA und Saudiarabien haben sich hinsichtlich der Erfüllung des Kyoto-Protokolls versperrt. Die europäischen Staaten gingen auf die Forderungen dieser Staaten nicht ein - nüchtern betrachtet ein Scheitern der Konferenz.
Die Leidtragenden?
Klimawandel betrifft natürlich die gesamte Menschheit. Insbesonders hart treffen allerdings Klimaveränderungen die Entwicklungsländer. Dort auftretende Klimakatastrophen werfen die Länder in deren Entwicklung (Infrastruktur, Landwirtschaft, Industrie,..) enorm weit zurück. Die Industriestaaten müssen endlich handeln und im Bezug auf Klimaschutz eine Vorbildfunktion erfüllen.. Immerhin sind ja auch sie es, die den überwiegenden Anteil von Treibhausgasen ausstoßen und damit für die Klimaveränderung massiv verantwortlich sind.

Berichte über die Konferenz und den Klimawandel

Greenpeace:
Greenpeace befürchtet, dass bei einem weiterhin ungebremsten Anstieg des CO2-Ausstoßes und einer beschleunigten Erderwärmung der tropische Regenwald im Amazonasbecken verschwinden könnte. Es droht sogar eine Versteppung und Verwüstung es Regenwaldes. Ein weltweiter Temperaturanstieg könne nur durch weitere Maßnahmen, die über das Kyoto-Protokoll hinausgehen, gestoppt werden.
Übernommen wurde dieser Bericht vom Standard.

WWF:
Der WWF kritisiert heftig das Ergebnis der Klimakonferenz - es müssten nun endlich Taten folgen und nicht nur um den heißen Brei geredet werden. Auch die österreichische Vertretung auf der Konferenz in Form von Minister Pröll wird zu wenig Interesse an wirklichen Klimaschutzveränderungen vorgeworfen.
Übernommen wurde dieser Bericht vom Standard. Die Salzburger Nachrichten haben einen ähnlichen Bericht darüber veröffentlicht.

Global2000
Global2000 berichtet über die erschreckende Bilanz der 10. Weltklimakonferenz. Weder in Österreich noch international sei es bisher gelungen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Das halbherzige Auftreten von Minister Pröll in Buenos Aires illustriere die mangelnde Bereitschaft der österreichischen Regierung zu wirksamen Klimaschutzmaßnahmen. Angesichts der schon jetzt spürbaren Auswirkungen der Klimaveränderung sei die Handlungsunfähigkeit der Staatengemeinschaft eine Katastrophe.
In abgeschwächter Form wurde diese Meldung vom Standard übernommen .

Ansonsten haben sich die Berichte zumindest in den Online-Zeitungen bis jetzt in Grenzen gehalten.

Friday, December 17, 2004

Was ist Aktualität?

Ich möchte in diesem Beitrag, und in darauffolgenden, auf die Frage der Aktualität eingehen. Vorallem bei der Internetpräsenz von NPO`s ist Aktualität ein extrem wichtiges Kriterium. Wenn eine Internetseite nicht ständig am neusten Stand ist, verlieren wir leicht das Interesse daran.
Also, was bezeichnet der Begriff "Aktualität" überhaupt?

Wikipedia gibt eine etwas dürftige Erklärung des Begriffes:

Bedeutsamkeit für die Gegenwart, Wirklichkeitsnähe, Zeitnähe

Eine umfassendere Definition, die sich auch mehr auf unser Thema bezieht, fand ich bei der Homepage von einem vorhergehenden Proseminar, namens Onlinejournalismus. HIER

Bei dieser Definition wird mehr die Frage beantwortet was Aktualität im Bezug auf Onlinepräsenz bedeutet, was für uns sehr interessant ist. Ich werde auf die Frage, inwieweit eine Tageszeitung überhaupt aktuelle (in meiner Definition: Auf den aktuellen Tag bezogen, es könnte an keinem anderen Tag publiziert werden) Berichterstattung machen, bei meinem nächsten Beitrag eingehen.

Wednesday, December 15, 2004

Zielgruppenorientierter durch Internetpräsenz?

Durch einige Anregungen die wir bekommen haben, will ich mich ein bisschen mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit das Internet spezifischere Informationspools ermöglicht.
Gruppen beziehungsweise Organisationen die, durch ihre sehr spezifisches Interesse, ansonsten nicht in den Medien vertreten sind, können durch Internetseiten spezifische Informationen weitergeben. Meist handelt es sich bei diesen Organisationen um NPO`s.
Als Beispiel möchte ich zuallererst "BIZEPS" anführen.
Hier ist eine Plattform entstanden die Beiträge über Behinderungen publizieren. Die Seite ist immer aktuell und bietet Menschen die in dieser Richtung interessiert sind, zielgruppenspezifischen Informationen.
Die Frage die sich stellt ist die, ob durch die Internetpräsenz von NPO`s nicht zunehmend der Journalismus in den Massenmedien zurückgehen wird, da man von solchen Seiten genau die Informationen bekommt, die man bekommen will. Sozusagen Information auf Demand.
Ich werde mich weiter mit dieser Frage beschäftigen, und die Onlinelandschaft auf der Suche nach weiteren Beispielen durchforsten. Falls jemand Anregungen, Tips oder eine Meinung dazu hat, posted es doch.....

Tuesday, December 14, 2004

Folter beim österreichischen Bundesheer - warum berichtet Amnesty nicht?

Nachdem schon vor einiger Zeit in den Medien bekannt wurde, dass Grundwehrdiener während ihrer Behandlung unmenschlich behandelt wurden, hat die Bundesheer-Beschwerdekommission am Dienstag höchstrangige Offiziere vernommen.
Das Ergebnis der Untersuchung: Es hat eindeutig Verstöße gegen die Menschenwürde gegeben - es besteht Handlungsbedarf um die fragwürdige Vorgehensweise des Heers zu stoppen.

Was mich verwundert hat, ist die Tatsache, dass Amnesty auf der Homepage bisher mit keiner Silbe zu den Folterungen Stellung genommen. Meiner Ansicht nach wäre es allerdings für diese Menschenrechtsorganisation schon "verpflichtend" über solche Missstände im eigenen Land zu informieren...
Zumal ja die traditionellen Medien, wie Radio, TV und Zeitung, schon ausführlich über den Bundesheer-Skandal berichtet haben.
Die schon öfters besprochene Aktualität ist somit bei Amnesty im Web nicht gegeben. Oder liegt es daran, dass diese NPO einfach den gesamten Fall und evt. Schuldsprüche gegen das Bundesheer abwarten will, um dann groß darüber zu berichten?? Wollen sie dann andere Medien mit gut recherchierten Hintergrundinfos beliefern??
Diese Taktik wäre zwar zu verstehen, aber dann ist ein Informationsableger wie eine Homepage nicht das geeignete Mittel - schließlich erwarten die User aus dem Netz stets die neuesten Infos!
Ich werde das ganze auf jeden Fall verfolgen und schauen, ob und wie sich Amnesty weiter verhält...

Monday, December 13, 2004

Zwischenbilanz

Da wir im Rahmen unseres Proseminars (PS Onlinejournalismus), von dem aus wir diesen Blog führen, eine Zwischenvorstellung machen, haben wir uns gedacht dass die vorläufigen Ergebnisse, auch für unseren Blog interessant wären:

Journalismus ist...
...Erarbeitung und Verbreitung von Information, Meinungen und Unterhaltung durch Medien mittels Wort, Bild, Ton.. (Fischer Lexikon)

Qualitätskriterien
Nach denen wir die Non-Profit-Organisationen beobachtet haben.
• Aktualität
• Objektivität
• Relevanz

NPO`s die wir beobachtet haben
• Amnesty International
• Greenpeace
• Care
• Reporter ohne Grenzen
• WWF
• Global2000
• SOS Kinderdorf
• 4 Pfoten

Wir haben uns aufgrund der Markantheit für unsere Präsentation auf 4 Non-Profit-Organisation beschränkt.

Nummer 1:Amnesty International
• Ziel: Wahrung der Menschenrechte und Einsatz für Meinungs- und Pressefreiheit
• Berichterstattung: Investigativer Journalismus,
aktuell, informativ, medienrelevante Themen

Nummer 2: Reporter ohne Grenzen
• Ziel: Wahrung der Grundrechte Pressefreiheit und Meinungsvielfalt
• Berichterstattung: teils investigativer Journalismus, objektiv und
subjektiv (gekennzeichnet als Kommentar), teils medienrelevante Themen

Nummer 3: Global2000
• Ziel: Umweltschutzorganisation, wollen Druck auf Politik und Wirtschaft
ausüben
• Berichterstattung: Mischung verschiedener Journalismusstile, bedingt aktuell
und objektiv, teils medienrelevante Themen

Nummer 4: 4Pfoten
• Ziel: Schwerpunkt auf Tierschutz in Zusammenhang mit Umweltschutz
• Berichterstattung: bericht- und ergebnisorientiert,
ca. wöchentliche Updates, bedingt objektiv - vielfach Expertenmeinungen,
einseitig kommentieren, kaum medienrelevante Themen bzw. keine
wirklichen „News“

Übernahme der News durch Medien
Wie wir es im letzten Monat beobachhtet haben, nach unserer eigenen Einschätzung.
• Sehr Hoch: Amnesty International
• Hoch: Greenpeace
• Mittel: Reporter ohne Grenzen, Care
• Niedrig: WWF, Global2000
• Sehr Niedrig: 4Pfoten, SOS-Kinderdorf

Saturday, December 11, 2004

Klimakonferenz 2004 - WWF informiert auch über Blogger.com

Die Non-Profit-Organisation "WWF" hat auf ihrer Homepage einen interessanten Link zur Klimakonferenz.,, die vom 06-17.12.04 stattfindet

Darin berichtet der WWF-Mitarbeiter Markus Niedermair über die internationale Klimakonferenz in Buenos Aires. In seinem Web-Tagebuch (übrigens auch auf blogger.com!) berichtet der Klimaexperte über die Geschehnisse aus erster Hand. Somit erfolgt die Berichterstattung schneller als in anderen Medien und das Internet bietet sich für solch eine "real-time"-Darstellung natürlich an. Zudem gibt es die Möglichkeit in diesem Tagebuch Kommentare an den Klimaexperten vor Ort zu schreiben.

Eine gelungene Idee, bei der Mitglieder dieser NPO ihre Meinung in einem "elektronischen Dialog" abgeben können. Warum hat sich WWF wohl für diese Art der Berichterstattung entschieden? Ich vermute mal schwer, dass dies mit der Kostenfrage zusammen hängt..
Es ist schließlich gratis (ich hoffe nicht umsonst*g*) sich bei einem Weblog-Anbieter anzumelden und dann gleich zu posten. Vorteil gegenüber Web-Page --> weniger Programmierarbeiten, geringerer Aufwand/ Vorteil gegenüber Email --> größeres "anonymes" Publikum kann erreicht werden.

Das ganze erfolgt nicht nach journalistischen Kriterien, es soll ja aber auch in erster Linie ein Erfahrungsbericht für Mitglieder sein. Offiziellere Berichte von WWF über die Klimakonferenz finden sich zB. im Standard

Thursday, December 09, 2004

8.Dezember-20 Jahre Hainburg

Wie in den vorherigen zwei Berichten (Vom 3.12, Vom 7.12.) die ich geschrieben habe zum Thema Medienübernahme des Themas 20 Jahre Hainburg, möchte ich abschliessend noch ein Resümee ziehen, welche Medien am 8. Dezember noch einmal über die Aktionen der NPO`s berichtet haben.

Der Standard ist wieder mit zwei Artikeln vertreten. Ein Artikel zu den Aktionen rund um den 20 Jahrestag der Hainburgbesetzung (HIER) und ein Bericht zu Stellungnahmen der Grünen zu den Demonstartionen und Audmärschen der verschiedenen Gruppen und Non-Profit-Organisationen(HIER).

"25-Das Magazin" brachte am 7.12. einen Bericht über die erneuten Gefahren für Hainburg(HIER).Der Schwerpunkt bei der Berichterstattung lag auf Interviews mit ehemaligen Aubesetzern. Was ich hier interessant zum anmerken finde ist, dass auf der "25-Das Magazin" Internetseite, ein Link zu WWF führt. Zuerst deshalb interessant weil ich mich schon ständig wundere dass nicht alle Medien sofort einen Link zu den NPO`s setzten die an der Aktion beteiligt sind. Zweitens deshalb interessant weil nur WWF angegeben wurde, und ich mir gedacht habe wenn schon eine Organisation erwähnt werden würde, dann wohl Greenpeace wegen dem Bekanntheitsgrat.

Andere Medien mit aktellen Berichten vom 8.12:
Kleine Zeitung

Kurier

Die Presse vom 7.12.
Die Presse hat am 8.12. keinen neuen Artikel rausgebracht, es stehen nach wie vor nur Berichte vom 7.12. in der Onlineausgabe.

Fazit
Bei meinen Beobachtungen in der letzten Woche, konnte ich feststellen das das Thema Hainburg in den Medien extrem viel aufgeschienen ist. Ich denke aber nicht dass das hauptsächlich an der Arbeit der Non-Profit-Organisationen liegt. Das Thema Hainburg bewegte vor 20 Jahre ganz Österreich, deshalb ist es nur ganz klar, dass die Medien, über den 20igsten Jahrestag von Hainburg, berichten.
Ich glaube schon dass die Medienbetriebe sich Informationen von den NPO´S holen, doch dazu selbst recherchieren, bei einem Thema dieser größe.
Im Allgemeinen überrascht es wie wenig Informationen über die Aktionen der NPO`S berichtet wird. Bei den Berichten über Hainburg werden die Non-Profit-Organisationen kaum erwähnt.
Am häufigsten und umfangreichsten berichtete der Standard, der fast immer die Themen von NPO´s übernimmt.
Im Allgemeinen ist zu sagen dass die Berichte der NPO`s wahrscheinlich unterstützend wirken, die Medien aber auch ohne die Behandlung des Themas durch NPO`s, über Hainburg berichtet hätten.
Gibt es andere Meinungen dazu?

Wednesday, December 08, 2004

Greenpeace-Aktivisten gegen Müller-Milch Chef

Gestern wurde im bayerischen Aretsried auf dem Areal von Müllermilch eine unangekündigte Demo von Greenpeace durchgeführt. Die NPO-Mitglieder protestierten dagegen, dass Müller-Milch die Milch von Kühen verarbeitet, die mit gentechnisch veränderten Mais oder Soja gefüttert wurden. Dabei kam es zwischen den Aktivisten und dem Konzern-Chef zu einem Handgemenge, bei dem einem Fotografen die Kamera entrissen wurde. Gegen Greenpeace laufen nun Ermittlungen wegen der nicht angekündigten Aktion. Gegen den Müller-Milch Chef wurde von seiten Greenpeace Anzeige erstattet. Nun zur Berichterstattung auf den einzelnen Internetseiten:

Greenpeace Deutschland

Gleich auf der Frontpage ist ein Bild zu sehen, auf dem Aktivisten und der Müller-Milch Chef abgebildet sind. Die Überschrift ist sofort meinungsbildend - "Müller setzt auf Gewalt"..
Im Bericht wird die Aktion zu Beginn als sehr geordnet und friedlich beschrieben. Müller-Milch Mitarbeiter und deren Chef seien sehr aufgebracht über die Transparente gewesen, und hätten danach den Tumult angezettelt.
Greenpeace ist immer noch völlig verwundert über die Brutaltiät, die Bilanz: ..zwei kaputte Kameras..Schnittwunden..Prellungen..malträtierte Lendenwirbelsäule
Alles in allem ein sehr einseitig gehaltener Bericht, bei dem eindeutig der Müller-Milch Konzern äußerst schlecht weg kommt.

Standard

Die Überschrift ist schon weniger emotional formuliert - "Handgemenge: Müller-Milch-Chef stößt mit Greenpeace- Aktivisten zusammen". Der Artikel erklärt objektiv, wie es sich vermutlich zugestossen hat. Der Standard schreibt nämlich auch gleich zu Beginn, dass noch geklärt werden muss, ob die Angaben in eingegangenen Anzeigen zutreffen. In der Meldung kommt nur eine kaputte Kamera vor und von den oben angeführten Verletzungen wurde nichts berichtet (vermutlich um nicht voreilig Partei zu ergreifen, da vieles erst noch geklärt werden muss).

Neue Kronen Zeitung, Kurier, Kleine Zeitung, Die Presse

Kein Berichte zum Fall "Greenpeace - Müller-Milch" auf der Homepage. Scheint fast so, als ob die Greenpeace-Aktion in Bayern für diese österreichischen Online-Zeitungen nicht stattgefunden hat.

Ich denke, dass ganz einfach andere Artikel von den jeweiligen Redaktionen bevorzugt wurden, da die große Rubrik Umwelt(-schutz)vermutlich weniger Resonanz beim Leser findet als Berichte über lokale Geschehnisse.


Was mich verwundert hat, ist das die BILD Zeitung keinen Bericht über die Greenpeace-Aktion geliefert hat. Das Thema bietet doch eigentlich Diskussionsstoff über Aktionen von Umweltschutzorganisationen im generellen bzw. Betriebe, die gentechnisch veränderte Lebensmittel verwenden..
Unbestritten ist der Fall emotional und vermutlich meinungsbildend - somit wäre er eigentlich für einen boulevardesken Artikel sehr gut geeignet.





Tuesday, December 07, 2004

20 Jahre Hainburg

Am 3.12. habe ich einen Beitrag über das Jubiläum von Hainburg gebracht. Drei Umweltschutzorganisationen haben sich zusammengeschlossen und demonstrieren gegen die weitergehende Gefährdung der Hainburger Au. Ich habe mich damit weiter beschäftigt, und geschaut in welchen Medien das Thema auch aufgegriffen wird.

Der Standard
Der Standard hat eine Sammlung von Artikeln zum Thema Hainburg herrausgebracht. Hier findet man sämtliche Beiträge zum Thema, gut recherchiert und umfangreich.

Kleine Zeitung
Die Kleine Zeitung hat nur einen Beitrag über die Feier der Grünen zum Anlass des Jubiläums der Hainburg-Besetzung gebracht. Vernachlässigt neue Bilanzen, und die Aktionen beziehungsweise Demonstrationen die von den NPO`s kommen werden. Vielleicht kommen diese Beiträge erst morgen, am Tag der Demonstration?

Kronen Zeitung
Konnte ich keinen Artikel finden

Kurier
Der Kurier hat eine Bilderserie von Hainburg vor 20 Jahren und jetzt herrausgebracht, ist interessant sich das anzuschauen.
Zusätzlich gibt es noch einen Bericht über die Feier der Grünen. Dieses Thema wird in vielen Medien behandelt, anscheinend geniessen die Grünen mit dieser Jubiläumsfeier, besondere Medienaufmerksamkeit.
Als dritten Artikel zum Thema Hainburg, bietet der Kurier eine Kurzzusammenfassung des Zeit im Bild- Interviews mit Ex-Kanzler Sinowatz
Der Kurier ist also gut vertreten mit drei Beiträgen, nur lässt sich eindeutig erkennen dass die Berichterstattung sich auf die Vergangenheit bezieht. Von den Aktionen der NPO`s oder der herrausgebrachten Bilanz über die erneuten Gefahren für die Au in Hainburg.

Das Thema wird also in fast allen Medien aufgegriffen, im einigen weniger umfangreich als in anderen. Am umfassendsten ist wird es im Standard behandelt, da hier viele verschiedene Beiträge mit verschiedenen Aspekten angeboten werden.
Falls jemand noch was dazu zu ergänzen hat, bitte postet es.

Monday, December 06, 2004

Erweiterung NPO`s in Österreich

SOS-Kinderdorf


SOS-Kinderdorf ist gänzlich unabhängig von Staat, Kirchen und politischen Parteien.
Es bieten kurz-, mittel-, und langfristige Unterbringung von Kindern und jungen Menschen, deren Eltern für sie nicht mehr sorgen können.
Haben kaum Berichterstattung, ausser über ihre Projekte. Hier ist nicht mehr Journalismus zu finden als bei jedem anderem Unternehmen, das Jahresberichte an die Medien schreibt.

Amnesty Österreich


Betreiben intensiven investigativen Journalismus. Aufdeckergeschichten und auch Reportagen. Hauptsächlich bezogen auf Verletzung der Menschenrechte.
Sehr präsent in den Medien. Ich nehme an auch deswegen weil die Geschichten interessant und gut recherchiert sind.

Greenpeace


Auch investigativer Journalismus, bezogen auf Geschehnisse mit Tieren und Umwelt. Sehr international anerkannt, und deshalb auch oft Berichte in den Medien.

"Care"


Care ist eine unabhängige private Hilfsorganisation, die sich vor allem in Afrika und Asien diversen Projekten (Aufbau Landwirtschaft, Unterstützung sozialer Entwicklung, Katastrophenhilfe,..)widmet. Care Österreich wurde 1986 gegründet und besteht aus 23 Mitarbeitern. Care hält sich im Vergleich zu anderen NPO's in der allgemeinen Berichterstattung zurück. Veröffentlichte Artikel sind dafür sehr ausführlich, fundiert und mit weiteren Zusatzinformationen (zB. über Land, Projektleiter) versehen.


"Reporter ohne Grenzen"


Reporter ohne Grenzen ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die gegen die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und der freien Berichterstattung kämpft. Die Berichterstattung der Non-Profit-Organisation ist gut recherchiert, gut geschrieben und unter News findet man immer etwas neues. Eine meiner Meinung nach sehenswerte Homepage wenn man sich fragt ob Non-Profit-Organisationen journalistisch arbeiten.

"WWF"


Die Naturschutzorganisation WWF Öesterreich ist aktiv zum Schutz bedrohter Tiere, Pflanzen und gefährdeter Naturlandschaften da.
Die Homepage bildet meiner Meinung nach kein Forum für journalistische Tätigkeiten. Hier ist die Information über den Verein die höchste Priorität. Die Artikel sind meist sehr spezifisch, und die Geschichten/Berichte sind nicht sehr aktuell. Dennoch gibt es ab und zu Berichte die journalistische Tendezen zeigen.

"Global2000"


GLOBAL 2000 ist eine österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien.Haben das Ziel Umweltskandale aufzudecken, und zu zeigen wie es anders geht.
Bei ihrer Berichterstattung handelt es sich sehr wohl um Journalismus, nur erinnert die Berichte des öfterern an Boulevardjournalismus, dazu ein "Beispiel". Zwischendurch wird es aber auch ganz wissenschaftlich. Man merkt an diesem Beispiel, dass verschiedenen Menschen mit verschiedenen Begabungen beziehungsweise Schwerpunkten an diesemProjekt arbeiten, ohne sich gegenseitig abzusprechen. Dies ist meiner Meinung nach ein Negativbeispiel.

"4Pfoten"


Die 4Pfoten verstehen sich selbst als eine Organisation zum Schutz der Tiere. Anhand dieser Non-Profit-Organisation ist zu sehen dass es auch Organisationen gibt, die ihre Internetpräsenz hauptsächlich zur Information ihrer Mitglieder nutzen. Die Berichte sind meist nicht sehr aktuell, im Durchschnitt erscheint ein neuer Beitrag pro Woche. Das wirkt noch verwirrender wenn über dem Beitrag "akut" steht. Hierran merkt man wie schnell man das Interesse verlieren kann wenn eine Onlineseite nicht ständig erneuert wird.

Sunday, December 05, 2004

Pressearchiv bei Reporter ohne Grenzen

Ich bin bei der NPO Reporter ohne Grenzen Österreich auf einen kleinen Pressespiegel gestossen. Reporter ohne Grenzen setzen sich für die Wahrung der Grundrechte Pressefreiheit und Meinungsvielfalt ein.

In dem kleinen Archiv werden Mitteilungen von anderen Medien übernommen, wenn die Meldungen die oben genannten Rechte betreffen oder es in dem Artikel um die Reporter ohne Grenzen selbst geht.

Dieser Pressespiegel wird leider nur in großen Intervallen (ca. 1-2 Mon.)aktualisiert. Somit kann er das wichtige journalistische Kriterium "Aktualität" nicht erfüllen.

Allerdings bietet die Homepage der Reporter ohne Grenzen Österreich eine Rubrik "News", in der sich beinahe täglich Meldungen finden. In diesen wird über Personen berichtet, die in ihrer Meinungs- oder Pressefreiheit behindert werden.

Sämtliche Pressemeldungen von Reporter ohne Grenzen laufen in der Zentrale von "Reporters sans frontières" zusammen. Meiner Meinung nach kann man diese Meldungen dem investigativen Journalismus zuordnen. D.h., dass den offiziellen Darstellungen und Mitteilungen mißtraut wird und die Organisation selbst Nachforschungen anstellt. "Im Mittelpunkt steht die aufzudeckende Sache, der alles unterzuordnen ist. Dies geschieht durch Recherche-Fleiß, methodisches Vorgehen und durch finanziell wie persönlich risikoreiche Investitionsbereitschaft." (vgl. Wallisch, Gianluca, 1995, S.58ff)

Alle Artikel von Reporter ohne Grenzen findet ihr hier

Saturday, December 04, 2004

Zu journalistischen Qualitätskriterien

Was ist überhaupt Journalismus?
Weischenberger der sehr viele klare Definitionen im Bereich der Publizistik gerfasst hat, meint:

..Journalismus ist eine hauptberufliche Tätigkeit einer Person die an der Sammlung, Prüfung, Auswahl, Verarbeitung und Verbreitung von Nachrichten, Kommentaren sowie Unterhaltungsstoffen durch Massenmedien beteiligt ist
(Vgl.Weischenberger 1992, 68)

Mit dieser Definition, die eine sehr anerkannte ist, würde die Tätigkeit eines Mitarbeiters von NOn-Profit-Organisationen unter den Begriff Journalismus fallen. Zum Beispiel Greenpeace oder Amnesty International verbreitet Nachrichten und Informationen, und bei unserer Beschäftigung mit diesem Gebiet, ist das Massenmedium dessen sie sich bedienen das Internet.

Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr stellt sich mir die Frage, wieso sollte die Arbeit von Non-Profit-Organisationen, nicht Journalismus sein. Es gibt keinen begrenzten Berufszugang für Journalisten, deshalb kann sich jeder Mensch als ein solcher bezeichnen. Ich finde schon dass man hier Einschränkungen treffen sollte. Doch wer sich meiner Meinung nach mit dem erarbeiten oder erstellen von Berichten oder Meldungen befasst und diese auch publiziert, im Printbereich oder im Internet, die Informationen fundiert recherchiert sind, kann sich meiner Meinung nach als Journalist bezeichnen.
Je mehr Definitionen ich über den Begriff Journalismus oder die Definition des Wortes Journalist gelesen habe, umso mehr bestätigt sich meine Meinung.
Ich würde aber auch gerne Gegenstimmen hören, also wenn jemand was zu sagen hat...

Friday, December 03, 2004

20 Jahre Hainburg

Es ist jetzt mittlerweile zwei Jahrzehnte her (Dezember 1984) dass bei den Auseinandersetzung um den geplanten Bau eines Kraftwerkes an der Donau, zugunsten der Umweltbewegung entschieden wurde. Der Bau des Kraftwerkes Hainburg wurde gestoppt. Dass haben sich die Non-Profit-Organisationen zum Anlass genommen eine Bilanz zu ziehen.
Das Interessante an diesen Berichten ist, dass drei verschiedene Österreichische Non-Profit-Organisationen darüber berichten, und zusammenarbeiten. Ein Aspekt den ich gerne zu unseren Beobachtungen dazunehmen möchte.
Die Internetpräsenz von NPO`s würde die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen erleichtern. Einige NPO`s beschäftigen sich mit gleichen Gebieten, wie hier an dem Thema Hainburg zu sehen ist.

Beiträge der drei Non-Profit-Organisationen zu Hainburg



Die anderen NPO`s werden in den Berichten sehr wohl erwähnt, da das Projekt am 8.Dezember von allen drei Organisationen getragen wird. Mir stellt sich die Frage, ob die Organisationen untereinander verflechtet sind, oder ob hier ein Konkurrenzdenken herrscht. Es wäre sehr einfach zum Text einen Link zu den anderen Organisationen zu setzten, aber in keinem Bericht wurde das gemacht. Da sie für ein gemeinsames Ziel kämpfen stellt sich die Frage ob die NPO`S einfach der Überzeugung sind ihren Lesern genügend Information gegeben zu haben, sodass sie keine Links mehr dazu benötigen, oder ob es um die Furcht vor dem Verlieren von Spendern geht.
Das Internet würde für die Vernetzung von verschiedenen Interessensgruppen ein wunderbares Forum bieten, meiner Meinung nach ist aber hier im Bereich der NPO`s nicht viel vorhanden.
Ich werde bei zukünftigen Berichten bzw Meldungen darauf achten ob ich mehr Kooperationen entdecken kann.
Ausserdem wird es interessant werden welche Medien das Thema Hainburg und die Demonstration am 8. Dezember aufgreifen, und welche Non-Profit-Organisationen sie als Quelle oder Hauptinitiator angeben.

Thursday, December 02, 2004

Asylgesetz - Medienberichte

Am 15. Oktober 2004 wurde eine teilweise Aufhebung des Asylgesetzes vom Verfasssungsgerichtshof (VfGH) beschlossen.

Die Angst einiger Politiker und vermutlich auch Teilen der Bevölkerung, dass dadurch Österreich einem Ansturm von Asylsuchenden ausgesetzt wird, scheint unbegründet zu sein.
Mehrere Tageszeitungen und deren Online-Ableger haben über die Rückgänge der Asylanträge bzw. -anerkennungen berichtet. Als Hauptinformationsquelle dienen Statistiken des Innenministeriums.
Laut Standard sind die eingelangten Asylanträge rücklaufig (minus 25,9 Prozent im Vergleich zu 2003).
Der Kurier berichtet ebenfalls, dass die Zahl der Asylanerkennungen rückläufig ist. Weiters wird angeführt, dass Innenminister Strasser bei straffälligen Asylwerbern konsequenter vorgehen wird. Die Salzburger Nachrichten stellen den Vergleich von Asylanträgen zwischen 2003/04 auf, wobei ein deutlicher Rückgang an Asylanerkennungen hervorgehoben wird.

Auf der Homepage von Amnesty International (ai) findet sich ein Artikel, der die Entscheidung des VfGH als wichtigen Schritt betrachtet, damit sich die österreichische Asylpraxis den Kriterien der Genfer Flüchtlings-Konvention annähert. Allerdings wird in der Meldung auch klar gemacht, dass weiterhin problematische Bestimmungen des Asyl-gesetzes im Bezug auf das Menschenrecht anwendbar bleiben. Flüchtlingsbetreuende NPOs müssen sich deshalb für eine konforme Anwendung des Asylrechts einsetzen.

ai hat diesen Artikel sofort nach des Bekanntwerden der Gesetzesnovellierung veröffentlicht. Allerdings kann beispielsweise durch das Kommentar von Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich, dieser Artikel nicht objektiv betrachtet werden. Ich bin aber der Meinung, dass dies in diesem Fall von ai angebracht ist. Sie kämpfen schließlich kontinuierlich für Verbesserungen im Menschenrecht, da können sie als Organisation nicht auf einmal alles für gut heißen und ihre Arbeit niederlegen. Verallgemeinernde (aber natürlich gerechtfertigte!)Kritik und Subjektivität sind für ai soweit in Ordnung, allerdings dürften diese Punkte nicht von einer journalistischen Meldung übernommen werden.

Wednesday, December 01, 2004

Einteilungen

Die Frage die ich mir stelle ist die, wie man einschätzen soll ob Non-Profit-Organisationen Journalismus betreiben. Hier muss meiner Meinung nach zuallerst malö einiges definiert beziehungsweise erklärt werden.
Journalistische Sprache ist:
-aktiv
-direkt
-kurz
-prägnant
Diese 4 Punkte wurden meiner Meinung nach bei allen Meldungen die wir gepostet haben eingehalten.
Nun gibt es drei Arten von journalistischen Darstellungsformen:
1. Referierende zB.: Meldung, Bericht
2. Interpretierende zB.: Interview, Reportage, Feature etc.
3. Kommentierende zB.: Kommentar, Glosse
Wir beziehen uns bei unseren Beobachtungen hauptsächlich auf die Referierende Darstellungsform, da dies meiner Meinúng nach die Form von Journalismus ist, derer sich Non-Profit-Organisationen am häufigsten bedienen.

Definitionen


Ein Bericht ist eine Form von Text, die ohne Gefühle und Empfindungen des Autors geschrieben wird und einen Sachverhalt oder eine Handlung objektiv schildert.
WIKIPEDIA

Eine Meldung ist ein kurzer Hinweis auf ein Ereignis, ohne jede Wertung und ohne Kommentar. Eine Meldung kann über ein bereits stattgefundenes Ereignis berichten oder ein Zukünftiges ankündigen. Sie ist meist nicht länger als drei Sätze.

Wikipedia Erklärungen aller journalistischen Darstellungsformen
Zahlt sich aus hinzuschauen um einen guten Gesamtüberblick zu bekommen.



Tuesday, November 30, 2004

"Fair is Fun Day" an der WU Wien

Wie ich soeben von der Care Homepage erfahren habe, findet am 15.12.04 an der Wirtschaftsuniversität Wien ein "Fair is Fun Day" statt.
An diesem Tag stellen sich diverse NPO's an der Uni vor und geben auch Tipps für Jobs in diesem Bereich. Die WU Wien ist laut Care Vorreiter im Bezug auf den Konsum und das Angebot von "Fair Trade"-Produkten.
Aus diesem Grund wird am 15.12.04 der WU Wien das Zertifikat für die "fairste Uni" von Care überreicht.

Sunday, November 28, 2004

Greenpeace im Gespräch mit dem Falter

Am vergangenen Donnerstag trafen sich der Geschäftsführer von Greenpeace für Zentral- und Osteuropa, Bernhard Drumel, und der Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter, Armin Thurnher, zu einem Gespräch.

In deren Diskussion ging es um die Positionierung von Greenpeace sowie diverse Fragen zu Umweltschutz, Gentechnik,...
Für uns interessanter ist allerdings die Frage, ob und wie Greenpeace journalistisch tätig ist.
Ein paar Auszüge aus dem Dialog:
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Armin Thurnher, Falter (AT):
...Greenpeace informiert im eigenen Auftrag für eine bessere Welt, da muss man sehr kritisch und selbstreflexiv damit umgehen...

Bernhard Drumel, Greenpeace (BD):
...Was Sie gesagt haben, ist wohl die zentrale Frage, die wir uns die ganze Zeit stellen: Passen für Greenpeace die Instrumente, die in den 80ern und am Beginn der 90er gut und richtig waren, noch, um Veränderung herbeizuführen? Wir haben Medien, die Aktionen nicht mehr so spannend finden. Wir müssen schauen, dass wir die Menschen auch über andere Wege erreichen...

AT:
...Was mich stört, ist dieser oft sehr populistische Fokus auf massenmediale Wirksamkeit, wodurch gleichzeitig die Differenzierung wegkippt...

BD:
...Für mich ist relevant, welche Zielgruppe wir wo ansprechen. Auf der einen Seite müssen wir verkürzen...

AT:
...Da hab ich nur die Antwort des klassischen Journalismus: Man muss sich auf die Gegenmeinungen auch einlassen. Dann kann man sie in gewissen Grenzen vielleicht auch übernehmen...

AT:
(über die Organisations-Unabhängigkeit von Greenpeace)...Trotzdem ist Greenpeace ein selbsternannter Meinungskonzern...

BD:
So, wie es die Medien auch sind...

AT:
Ja, nur ist es beim Medium klarer, weil wir wöchentlich unsere Meinung zur Überprüfung herzeigen. Bewusst Macht üben wir nur dadurch aus, dass wir Meinungen veröffentlichen. Die wirkliche Macht besteht darin, gewisse Dinge überhaupt nicht zu bringen oder auszublenden, andere aber sehr wohl zu präsentieren. Unsere Macht liegt in der Auswahl.

BD:
...Aber sollten Medien nicht über das Aufdecken von Missständen hinaus auch eine Rolle in Richtung Veränderung übernehmen?...

hier findet ihr das ganze Gespräch
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Meiner Meinung nach ein sehr interessantes Gespräch. Es zeigt,dass Greenpeace genau weiß, wie man die Macht der Medien nutzt. Allerdings will diese NPO darüber hinweg auch zusätzlich seine Mitglieder informieren und nutzt dafür eigene Mittel(Internet, Zeitschriften,...)
Wie schon in vorherigen Postings erwähnt, entsprechen nicht alle Aussendungen journalistischen Kriterien. Dies erklärt sich u.a. auch dadurch, dass Greenpeace nicht nur über gewisse Missstände berichten will sondern auch Handlungen fordert. Da genügt dann wohl eine rein objektive Stellungsnahme nicht aus, um Menschen im gewünschten Maß auf Probleme aufmerksam zu machen.

Saturday, November 27, 2004

NPO`s in Österreich

SOS-Kinderdorf


SOS-Kinderdorf ist gänzlich unabhängig von Staat, Kirchen und politischen Parteien.
Es bieten kurz-, mittel-, und langfristige Unterbringung von Kindern und jungen Menschen, deren Eltern für sie nicht mehr sorgen können.
Haben kaum Berichterstattung, ausser über ihre Projekte. Hier ist nicht mehr Journalismus zu finden als bei jedem anderem Unternehmen, das Jahresberichte an die Medien schreibt.

Amnesty Österreich


Betreiben intensiven investigativen Journalismus. Aufdeckergeschichten und auch Reportagen. Hauptsächlich bezogen auf Verletzung der Menschenrechte.
Sehr präsent in den Medien. Ich nehme an auch deswegen weil die Geschichten interessant und gut recherchiert sind.

Greenpeace


Auch investigativer Journalismus, bezogen auf Geschehnisse mit Tieren und Umwelt. Sehr international anerkannt, und deshalb auch oft Berichte in den Medien.

"Care"


Care ist eine unabhängige private Hilfsorganisation, die sich vor allem in Afrika und Asien diversen Projekten (Aufbau Landwirtschaft, Unterstützung sozialer Entwicklung, Katastrophenhilfe,..)widmet. Care Österreich wurde 1986 gegründet und besteht aus 23 Mitarbeitern. Care hält sich im Vergleich zu anderen NPO's in der allgemeinen Berichterstattung zurück. Veröffentlichte Artikel sind dafür sehr ausführlich, fundiert und mit weiteren Zusatzinformationen (zB. über Land, Projektleiter) versehen.

Thursday, November 25, 2004

Amnesty International Newsletter

Wenn man sich bei Amnesty International anmeldet, was man macht indem man nur seine e-mail Adresse angibt, bekommt man von Zeit zu Zeit einen Newsletter geschickt.
Dieser Newsletter ist meiner Meinung nach deshalb genauer zu betrachten, da es hier wirklich schon um Journalismus geht. Genausogut könnt das die wöchentliche Aussendung einer kleinen Zeitung sein.
Die Texte sind informativ, enthalten Neuigkeiten und Hinweise, und sind meiner Meinung nach auch vom Stil her anspruchsvoller. Ich zumindest habe das Gefühl das hier nicht eine einfache Auflistung von Fakten und Ergebnissen passiert, wie es bei einer Bilanz eines Unternehmens öfters vorkommt. ´
Ich würde dies meiner Einschätzung nach als journalistische Arbeit titulieren. Journalismus ist:
-Recherchieren
-Auswählen und Bearbeiten
(vgl. Kuncizik/Zipfel 2001, 129)
Zur näheren Beschäftigung habe ich den Amnesty-Newsletter online gestellt.
Was meint ihr dazu?

Newsletter

+ + + ai-newsletter + + + woche 48/04 + + +

-X- Inhalt:

-1- 16 Tage gegen Gewalt an Frauen
-2- Internationaler Tag der Kinderrechte
-3- Urgent action - ai-Mitglied verschwunden
-4- Presse
-5- Veranstaltungen

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-1- [16 Tage gegen Gewalt an Frauen]

1991 startete das Center for Women`s Global Leadership in den
USA die erste Kampagne unter dem Titel "16 Tage gegen Gewalt an
Frauen": Ausgangspunkt bildete der 25. November, der Internationale

Tag gegen Gewalt an Frauen. Abgeschlossen wurde sie am 10. Dezember,

dem Tag der Menschenrechte, der jedes Jahr an die Proklamation
der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 erinnert.

mehr: http://www.amnesty.at/vaw

Mit vielfältigen Veranstaltungen rückt ai die Thematik ins
öffentliche Blickfeld:

# 30.11.
Salzburg: "Nine x Nine". Lesung von Texten von Gewaltopfern in Salzburg


# 1.12.
Wien: Veranstaltung zur Lebenssituation von Migrantinnen

# 2. bis 6.12.
Vöcklabruck: Filmtage gegen Gewalt an Frauen

# 9.12.
Villach: Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

# 10.12.
Wien: Tagung gegen Gewalt an Frauen - Eine Menschenrechtsverletzung

Mehr über diese Veranstaltungen lesen Sie bitte auf unserer
Website http://www.amnesty.at/veranstaltungen

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-2- [Internationaler Tag der Kinderrechte]

# "Soziale Säuberungen" in HONDURAS zurück
# Kinder werden wie Freiwild auf der Straße abgeknallt!

In Honduras ist das Leben für Menschen aus den sozialen
Randschichten seit Jahren eine Art Russisches Roulette -
immer wieder fallen sie "sozialen Säuberungen" zum Opfer.
Vor allem Straßenkinder und Mitglieder von sogenannten
"maras", jugendlichen Straßengangs, leben in Todesgefahr.
Allein zwischen Januar 1998 und Januar 2004 wurden laut
Regierungsquellen 967 Kinder und Jugendliche umgebracht.
(Die regierungsunabhängige Organisation "Casa Alianza"
hat zwischen Januar 1998 und Juni 2004 sogar 2300 Morde
an Unter-23-Jährigen dokumentiert!). Doppelt traurig ist,
dass nur ein geringer Prozentsatz dieser Mordfälle vor
Gericht kommt: Von 400 Fällen, zu denen überhaupt Erhebungen
durchgeführt wurden, gingen nur 88 an die Staatsanwaltschaft.
Und nur in drei (!) Fällen kam es bisher zu einer Verurteilung.
Jene 50 Mordfälle, in die ganz offensichtlich Polizisten
verwickelt waren, gehören nicht dazu....

http://www.amnesty.at

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-3- [urgent action]

# Nepal: AI-MITGLIED verhaftet - Aufenthaltsort unbekannt!!!

Der Bauarbeiter Prakash Thapa (36), ein Mitglieder der
nepalesischen ai-Sektion, ist Berichten zufolge am 10. November
2004 gegen 22:30 Uhr von Sicherheitsbeamten festgenommen worden.
Da sein derzeitiger Aufenthaltsort unbekannt ist, sorgt sich
amnesty international um seine Sicherheit und befürchtet,
dass er in Gefahr ist, gefoltert zu werden oder dem
"Verschwindenlassen" zum Opfer zu fallen.

Prakash Thapa und seine Familie schliefen bereits, als sechs
Angehörige der Sicherheitskräfte zu ihrem Haus in der Siedlung
Kapan (VDC) im Bezirk Kathmandu kamen und die Bewohner
aufforderten, die Tür zu öffnen. Dann betraten drei
Sicherheitsbeamten in Zivil das Haus, während die drei
übrigen Uniformierten draußen warteten. Sie durchsuchten
dann das Haus und beschlagnahmten einen Computer und das
Mobiltelefon von Prakash Thapa. Die Ehefrau von Prakash Thapa
fragte sie, wer sie seien und woher sie kämen, worauf die Männer
antworteten, sie solle den Mund halten. Sie sagten, Prakash Thapa

würde zwecks Ermittlungen abgeführt und dass man die Familie in
zwei bis drei Tagen unterrichten werde, wenn diese abgeschlossen
sein würden. Laut Augenzeugenberichten fuhren die Sicherheitskräfte

anschließend mit Prakash Thapa in einem offenen Lieferwagen mit
dem Kennzeichen "Ba 1 Cha 3923" davon. Dasselbe Fahrzeug soll
bereits bei anderen Festnahmen eingesetzt worden sein.

Prakash Thapas Familie hat umliegende Armeekasernen aufgesucht,
konnte aber seinen Haftort nicht ausfindig machen. Versuche, ihn
über seine Mobiltelefonnummer zu erreichen, schlugen ebenfalls fehl.

Diese und andere aktuelle urgent-action finden Sie auf
unserer Website http://www.amnesty.at/urgentaction

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-4- [Presse]

# Gewalt gegen Frauen fördert Aids

London/Wien, 25. November 2004

Die Immunschwächekrankheit Aids trifft zunehmend mehr junge
Frauen: Mittlerweile ist fast die Hälfte der weltweit 35,7
Millionen HIV-Infizierten weiblich. Darauf macht amnesty
international (ai) im Rahmen der Kampagne "Gewalt gegen Frauen
- nicht mit uns!" aufmerksam. Krankheitsursache ist oft ein
tödlicher Cocktail aus Frauendiskriminierung, Gewalt, Unwissenheit

und Armut. "Der Kampf gegen Diskriminierung, Stigmatisierung,
Menschenrechts-verletzungen und Fehlinformationen sind entscheidende

Komponenten einer effektiven Antwort auf HIV und AIDS", sagt
Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich. "Ein ganz
entscheidender Faktor: Manche Länder verhindern effektive
Präventionen, indem sie Gewalt gegen Frauen nicht Einhalt
gebieten".

# EU-Russland-Gipfel in Den Haag:
# Klagen in Straßburg können für Tschetschenen tödlich sein

London/Wien, 24. November 2004

Wer als Tschetschene vor dem Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte (EGMR) in Straßburg klagt, muss um sein Leben
fürchten - und die EU schweigt. Das kritisiert amnesty
international (ai) in einem heute veröffentlichten Bericht,
der mit Blick auf den bevorstehenden EU-Russland-Gipfel in
Den Haag auch an die Staats- und Regierungschefs der EU gegangen
ist. Der ai-Bericht belegt an mehreren Einzelfällen, dass
Tschetschenen und Inguschen getötet, gefoltert, sexuell
missbraucht oder bedroht wurden, nachdem sie beim EGMR Klage
eingereicht hatten. Der EGMR ist eine Einrichtung des Europarats.

http://www.amnesty.at/presse

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-5- [Veranstaltungen]

# diverse Veranstaltungen im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt
# an Frauen"

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# Fremdveranstaltungen: "Bock auf Kultur"
# Damit Flüchtlinge eine Chance haben.

220 Menschen in insgesamt 51 Wohnungen kann "Mama" Bock derzeit
Unterkunft, Verpflegung und Betreuung bieten. Vielen mehr steht
darüberhinaus ein komplexes Betreuungsangebot unentgeltlich zur
Verfügung (Post- und Meldeservice, Sozialberatung, juridische
Beratung, Weiterbildungsmaßnahmen).

Mittellos, oftmals gesundheitlich beeinträchtigt, manche
traumatisiert, sind diese Menschen aber keineswegs chancenlos.
Mit den Einnahmen aus der "Bock auf Kultur" - Veranstaltungsreihe

wird es auch zukünftig möglich sein, ihnen eine positive
Perspektive zu eröffnen.

Programm Bock auf Kultur 2004:
http://www.bockaufkultur.at/programm.html

http://www.fraubock.at

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Bitte unterstützen auch Sie unsere Menschenrechtsarbeit:
Spendenkonto: PSK 1.030.000 | Bankleitzahl 60.000
http://www.amnesty.at/spenden
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amnesty international Österreich
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A 1150 Wien

T: 01/78008-0
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